Oestersötebier (Satire)

oesterstebiertransAndreas, ein in die Jahre gekommener Schriftsteller, erinnert sich bei einer Zugfahrt an seine Jugendliebe aus Ungarn:

Als junger Mann fährt er 1925 als Austauschstudent auf der Donau nach Budapest. Er verliebt sich auf dem Schiff in die junge hübsche Greta. Mit ihr zieht er die Nacht lang durch Budapest. Am nächsten Tag aber muss er mit dem Zug zu seiner „Ferienfamilie“ in einen entlegenen Ort in der Puszta mit Namen „Hódmezővásárhelykutasipuszta“ fahren, Greta dagegen zu einem Urlaubsaufenthalt nach Siófok am Balaton.

Andreas lernt in der Puszta die fröhliche 17-jährige Piroschka kennen, die Tochter des Stationsvorstehers. Sie verlieben sich bei einem Tanzfest und verbringen romantische Tage – bis eine Karte von Greta eintrifft.

Soweit die Erklärung zu einem Film der 1955 in die Kinos kam und mich dem ungarischen Volk näher bracht.

Voller Romantik und Gastfreundschaft. Jahre später bin ich dann auch mal über die Donau nach Budapest gereist und habe auch die Gastfreundschaft der Ungarn erlebt, aber heute, wenn ich das so in den Nachrichten sehe und höre und in den Zeitungen lese, was da so abgeht mit den Flüchtlingen, wie sie behandelt werden, wie Aussätzige und wie sich dann Ungarn durch ihren Ministerpräsidenten aus der europäischen Ideologie herauskatapultiert. Das ist schon eine Leistung. Ich weiß nur eins, Ungarn ist für mich kein Reiseland mehr, was momentan sowieso schwierig ist da ja alle Fernzüge von diesem Ministerpräsidenten gestoppt wurden. Da frag ich mich auch was diese Aussage soll, mit dem Hinweis, das dieses Flüchtlingsproblem ein Problem der Deutschen ist. Das ist ja schon genauso wie mit den Griechen. Die Deutschen sind schuld an der griechischen Pleite. Wir Deutsche sind ja sowas von Schuldbeladen. Aber was solls, wir machen keinen Urlaub mehr in Griechenland, tanzen keinen Sirtaki und gehen auch nicht mehr griechisch essen. Ungarische Weine werden nicht mehr getrunken, die Donaukreuzfahrten von Passau nach Budapest werden gestrichen, und die ungarische Gulaschsuppe sollen die Ungarn selber essen. Und wenn zuviel Suppe übrig ist, könnten sie ja auch mal darüber nachdenken diese Suppe an die Flüchtlinge zu verteilen.....

Erinnerung, denn Film und Roman enden mit Andreas’ Worten „… als ich am Morgen nach Hause fuhr, war ich fest entschlossen, Piroschka wiederzusehen, aber wie so oft im Leben kam es anders – wir sind uns nie wieder begegnet. Vielleicht sollte es so sein, denn wenn ich heute an Piroschka denke, ist sie immer jung und süß und 17 Jahre …“.

 

Ich bin froh in einem Land zu leben welches eine starke soziale Politik betreibt, auch wenn es manchmal unangenehm ist, für mich als Bürger.

In alter Frendschaft euer Oestersötebier

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