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wolfgang wiesmannWolfgang Wiesmann / Foto: PrivatDer Titel des neuen und dritten Haltern Krimis von Wolfgang Wiesmann bezieht sich auf den Tatort. In einer Turnhalle an der Conzeallee wird eine Lehrerin erhängt an den Ringen aufgefunden. War es Mord? Die Kommissare Amber und Mörris stoßen auf zahlreiche Motive. Das Spektrum erstreckt sich von Zwist und Missgunst unter den Kollegen bis hin zu Mobbing durch die Schüler. Auch der Schulleiter spielt eine dubiose Rolle. Eine heimliche Rivalität zwischen ihm und der Ermordeten macht ihn verdächtig. Alte Seilschaften zeigen ihr marodes Gesicht und komplizieren die Ermittlungen. Für das Kollegium stellt sich die Frage: Wer war Freund und wer war Feind, falls es kein Mord, sondern Selbstmord war.

Krimi-Thema: Schule

Schule ist ein Ort der Begegnung verschiedener Generationen miteinander und untereinander. Tausend Menschen leben auf eng gedrängtem Raum. Das funktioniert nach außen meistens recht gut. Konflikte treten täglich auf und werden gelöst. Das ist sichtbarer Schulalltag. Wieviel Nöte, Sorgen, körperliche und mediale Gewalt tatsächlich im Spiel sind, bleibt oft im Dunklen. Das ist der dunkle Schulalltag. Über den spricht man nur, wenn die Probleme sichtbar werden. Die Komplexität dessen, was sich im Dunklen abspielt, eignet sich als Krimistoff. ‘Tot am Ring‘ ist ein Regionalkrimi mit fiktionaler Realität, die kritisch sein möchte, aber hauptsächlich der Unterhaltung dient.

Der Autor als Lehrer

Praktische Lehrerfahrung durfte Wiesmann an einer Gesamtschule in Castrop-Rauxel machen. Sieben Jahre unterrichtete er Fächer wie Physik, Englisch, Hauswirtschaft, Naturwissenschaften und Biologie. Sein primäres Engagement galt der persönlichen Beziehungsbildung zu jedem seiner Schüler. Sein Motto für den Unterricht: Klare Ansage, klare Konsequenz und dann lernen. Hat funktioniert, damals vor 20 Jahren, als es keine Handys und kaum Computer in der Schule gab, dafür kreideverstaubte Hände und Zettelwirtschaft. Stoff für einen Krimi hat sich eigentlich nie ergeben, wohl auch, weil das ‚Dunkelleben‘ einer Schule so schwierig ans Licht zu bringen ist.

Warum Haltern als Schauplatz?

Irgendwann kam ich aufs Krimischreiben und musste mir eine Region in Deutschland dafür aussuchen. Ich dachte an Münster, weil ich dort studiert hatte und die Stadt bekannt und krimierprobt ist. Meine ersten drei Münster Krimis spielten allerdings schon immer bis nach Haltern rein. Ich entschied, den vierten Krimi ganz nach Haltern zu verlegen. ‚Zanderblut‘ entstand und ‚Das purpurne Tuch‘ folgte. Ersteres spielt unter Mitwirkung einiger Halterner Bürger und Letzteres spielt zum Teil zur Römerzeit. ‚Tot am Ring‘ ist der dritte Haltern Krimi mit Schauplatz Schulkomplex. Der vierte Krimi ist unterwegs und wird im Herbst erscheinen. Da geht es um das Kriegsgefangenen Lager zwischen Haltern und Dülmen. Der fünfte Krimi handelt von einer Halterner Frauenfußballmannschaft, die in die erste Bundesliag aufsteigt. Erscheint 2021. Haltern wird, ob es will oder nicht, zur Krimihauptstadt im südlichen Münsterland. 

In Haltern Stadt und Umgebung finden sich ideale Verhältnisse, um sie durch fiktionale Handlungen und Elemente zu ergänzen. Landschaftliche, kulturelle und historische  Hintergründe regen die Fantasie an und möchten immer wieder zu neuem Leben erweckt werden. Deswegen eignet sich Haltern als Ort für Romane aller Art. Ich hoffe mit meinen Krimis einen Beitrag zu leisten, den Bekanntheitsgrad und die Beliebheit der Stadt Haltern zu fördern.

Die ersten drei Krimis sind bei der Buchhandlung Kortenkamp, bei Cleve (leider nicht im Web vertreten) und dem OCM Verlag erhältlich.  

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