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Liebes Kindergarten Team, lieber Elternbeirat, liebe Mütter

ich möchte als Mutter und Mensch hier die Möglichkeit nutzen, meine Gedanken und Sorgen zu den Ereignissen der letzten Wochen auszusprechen. Mit Fassungslosigkeit und einem Ohnmachtsgefühl stehe ich dem entgegen, was zurzeit passiert. Das alles kommt mir vor wie ein schlechter Film. Ein Film, dessen Inhalt schon stark an eine Hetzjagd erinnert.

Die ganze Zeit habe ich gehofft, dass nach Bekanntwerden der Vorfälle der Fokus auf den richtigen Dingen liegt. Für mich hieß das vor allem, den betroffenen Familien mit dem erforderlichen Respekt und Fürsorge entgegenzutreten und ihnen Hilfe anzubieten, damit die Kinder möglichst schnell wieder einem normalen Alltag nachgehen können. Ich dachte, es wird ehrlich hingeguckt, wo Dinge falsch gelaufen sind und daraus richtige Konsequenzen gezogen und Maßnahmen abgeleitet.

Nichts von alldem ist passiert. Ganz im Gegenteil: jetzt ist alles noch viel schlimmer als es vorher schon war und keiner erlebt mehr eine gute Form von Normalität.  Es werden gezielt falsche Tatsachen gestreut und die Wahrheit bleibt immer ungehörter. So viel aufgeladene Emotionen, die nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, und nun die Menschen immer weiter auseinander bringen. Ein Elternbeirat, der gewählt wurde, um die Interessen aller Eltern und Kinder zu vertreten, grenzt nun mit seinem Verhalten und dem Aufruf „Hand in Hand“ bewusst oder unbewusst Eltern und Kinder aus und schafft eine Atmosphäre, die mich tief erschüttert in meinem Verständnis für respektvollem und zugewandtem Umgang  untereinander.

Bestimmt ist allen der Aufruf zum Marsch am Mittwoch in Richtung Kindergarten bekannt. Wie soll man sich denn hierbei bitteschön positionieren? Es wird Druck erzeugt. Wer sich nicht zum Kindergarten bekennt, der ist zukünftig außen vor. „Kommt alle und stellt euch hinter uns.“ Wer ist den bitteschön „Uns“? Ich verstehe das einfach nicht. Ich kann nachts schon nicht mehr schlafen und habe große Angst. Nicht um mich als Person, sondern ich habe Angst um meine Kinder. Werden sie künftig demselben Anfeindungen und Ausgrenzungen begegnen wie die betroffenen Familien? Werden wir  jetzt zu Außenseitern, nur weil wir uns nicht an dieser Initiative beteiligen, der noch weiter vom eigentlichen Inhalt entfernt ist als schon viele andere Aktionen zuvor?

Ich kenne den Kindergarten und das Kindergartenteam nun schon viele Jahre. Die Erzieher, mit denen meine Kinder und ich in Kontakt waren/sind, habe ich immer als kompetent und fürsorglich wahrgenommen und wir standen im guten Austausch. Aber warum muss ich das hier überhaupt sagen? Denn das tut doch eigentlich nichts zur Sache, denn darum ging es doch nie. Es ging doch einfach nur darum, hinzugucken, wo Fehler passiert sind und Verantwortung zu übernehmen. Aber jetzt fühle ich mich als Mutter, die nichts anders wollte als ein vernünftiges Krisenmanagement gezwungen mich zu positionieren, wobei ich noch nicht mal richtig weiß wozu. Wie kann es hier überhaupt verschiedene Seiten geben? Und warum muss man überhaupt zu einer Seite gehören? Und ja mit solchen Aktionen bekommt man Menschen zum schweigen, aber trotzdem wird das was passiert ist dadurch nicht weniger wahr.

Ich hoffe der Wahnsinn hört endlich auf und alle Beteiligten kommen zur Besinnung. „Hand in Hand“ so war der Aufruf. Das sollte Jeden miteinbeziehen finde ich, egal ob man nun inhaltlich eine andere Meinung zu den Sachen hat. Vielleicht könnten einfach mal alle ein wenig Gas wegnehmen und aufeinander zugehen, denn uns eint doch alle, dass uns das Wohl unserer Kinder am wichtigsten ist.

Sabrina Kleine Büning

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