Schützen-Nachrichten

erika irmgard rosenErika Kroner wurde 1990 die Nachfolgerin von Irmgard Dammann. Sie füllte in all den Jahren das Amt mit viel Engagement aus. Hier ist sie mit Uniformjacke zu sehen, in der sie am Monatgabend - wie früher Irmgard Dammann - die Frauenparade anführt.Erika Kroner, seit vielen Jahren die "Rosenkönigin", übergibt ihre Aufgabe an eine Jüngere, Silke Kroner. Es ist schon eine spannende Geschichte in der Tradidition des Hullerner Schützenvereins, das Kranz- und Rosenbinden. Diese folgende Dokumentation ist entnommen aus dem Buch: "150 Jahr Heimat- und Schützenverein Hullern e.V".

Eine Gruppe Frauen übernimmt traditionell die kreativen Aufgaben zur Verschönerung der Festtribüne, der Königskutsche und des Festzeltes. Die Tradition geht auf Irmgard Dammann zurück, die 1960 erstmals mit anderen Frauen die Königskutsche schmückte. Stattgefunden hat das Rosen- und Kranzbinden auf dem Hof von Robert Dammann.

Am Mittwochabend vor dem Schützenfest trafen sich die Frauen, um aus Tannengrün und bunten Krepppapierstreifen die Dekoration herzustellen. Das Tannengrün hatten die Männer um Robert Dammann zuvor aus den nahen Wäldern frisch geschnitten und heran transportiert. Die nachfolgenden näheren Erläuterungen basieren auf den Bildern von 1987. Die Stimmung auf dem Hof Dammann war dank der guten Vorbereitung durch Irmgard Dammann immer gut. Die mitwirkenden Frauen arbeiteten zu Anfang immer sehr zielgerichtet, denn aus Erfahrung war bekannt, dass immer mehr Zuschauer und Gäste auf den Hof kommen würden und die Konzentration auf die eigentliche Arbeit nachlassen würde. Auch mit zunehmendem Alkohol genuss war die Gefahr größer, dass Ausschuss produziert werden würde. Die Frauenschafften es immer rechtzeitig, die Arbeiten früh genug abzuschließen, um sich dann in Ruhe den schönen Stunden zuwenden zu können. Am gleichen Mittwochabend wurde auch traditionell von den Grenadieren mit Unterstützung von Offizieren und Vorstandsmitgliedern der Vogelschießstandaufgebaut. Nach getaner Arbeit wurde an der errichteten Vogelstange zwar auch schon Bier getrunken, aber so mancher Schütze fand schließlich doch noch den Weg auf den Hof Dammann. Dass dort mit zunehmender Dauer des Abends die Stimmung immer höhere Wogen schlug, war bei den Schützen bekannt. Die Frauen wussten natürlich, dass die Zahl der Gäste am Abend noch zunehmen würde und sie sorgten vor. Es wurden die im Vorfeld eingesammelten Eier und die Mettwurst in der Pfanne zubereitet. Spender für die Zutaten waren in der Regel Josef Ettmann für die Eier und Paul Depel für die Mettwurst. Unterdessen banden einige Männer unter der Anleitung von Irmgard Dammann die Kränze aus dem Tannengrün. Die Tannenzweige wurden erst in kleine Stückegeschnitten, die dann mit Bindedraht um ein gespanntes Seil gewickelt undbefestigt wurden. Diese Tätigkeit erforderte schon mehr Vorkenntnisse, um einen ausreichenden Halt des Tannengrüns sicherzustellen. Mit den Papierrosen und den gebundenen Kränzen aus Tannengrün war die wesentliche Arbeit geschafft. Der Rest konnte erst am Samstag direkt vor dem Festerledigt werden. Das Anbringen der Rosen und Kränze erfolgte erst unmittelbar vor dem Fest am Samstag. Bei richtiger Koordination waren alle Beteiligten ungefähr zur gleichen Zeit mit der Arbeit fertig und der gemütliche Teil des Abends konnte beginnen. Wenn alle Mitwirkenden und auch die hinzugekommenen Gäste und Schützenbrüderihren Anteil Rühreier mit Mettwurst verspeist hatten, setzte man sich um ein großes Lagerfeuer und genoss die restlichen Stunden in romantischer Atmosphäre. Auf dem Feuer verbrannten die Reste des übrig gebliebenen Tannengrüns, das verbreitete einen angenehmen harzigen Duft. Manches Fläschchen wurde bei anregenden Gesprächen getrunken und meistens fand sich auch jemand, der sein Musikinstrument, Akkordeon oder Gitarre, holte und zum Mitsingen aufspielte. Viele Jahre haben Irmgard und Robert Dammann mit dieser Veranstaltung auf ihrem Hof den Hullerner Schützen eine wunderschöne Vorfeier zum Schützenfestermöglicht. Beide haben sich nicht nur hierdurch große Verdienste um das Schützenwesen in Hullern erworben. Schließlich hat Robert Dammann verschiedenste Positionen im Verein bekleidet, u. a. war er mehrere Jahre Mitglied des Schützenvorstands und Schützenkönig von 1960 bis 1963 mit Klärchen Bäther. Im Jahre 1990 übergab Irmgard Dammann ihre Aufgabe als Ausrichterin des Rosen- und Kranzbindens an Erika Kroner. Zunächst fanden aber trotzdem die Veranstaltungen noch auf dem Hof Dammann statt. Nach Umwandlung der früher landwirtschaftlich genutzten Gebäude in Wohnungen richtete Erika Kroner die Abende auf dem Grundstück und in den Räumlichkeiten ihres neuen Eigenheimes aus. Erika Kroner führte das übernommene Amt zunächst in gleicher Weise weiter wie es schon Irmgard Dammann getan hatte. Allerdings wuchsen mit den Jahren langsam die Anforderungen an die kreative Gestaltung der Veranstaltungsorte des Schützenfestes. Nach dem Vorbild benachbarter Vereine schmückten auch die Hullerner Schützen ihr Festzelt in stärkerem Maße als das früher der Fall war. Die Ehrentribüne wurde größer und erhielt eine Umrandung aus Birkenzweigen und einen aus Tannengrün geflochtenen Bogen; beides aufgewertet mit bunten Papierrosen. Der Thron im Festzelt wurde von Fest zu Fest ansprechender gestaltet. Mit möglichst geringen Kosten wurde das Erscheinungsbild durch Blumenkästen und zwei große Blumengestecke in Kandelabern beidseits des Treppenaufgangs aufgewertet. Seit dem Schützenfest 2005 schmückt auch ein vom Heimat- undSchützenverein Hullern entworfenes Bild mit Hullerner Motiven die Zeltrückwand, das an anderer Stelle der Festschrift detailliert dargestellt ist. Ein besonderer Blickfang ist die im Zelt aufgehängte Krone, bei der es sich um ein Drahtgerüst handelt, das mit Tannengrün und Papierrosen umwickelt wird. Die Herrichtung dieser Krone stellt eine Herausforderung für das Team um ErikaKroner dar. Die Arbeit des Teams wird anhand der Vorbereitungen des Schützenfestes im Jahr 2005 dargestellt. Die Arbeiten am Mittwochabend sind die Vorbereitung für den Samstag, an dem direkt vor dem Fest die schmückenden Kränze und Rosen an den vorgesehenen Einrichtungen angebracht werden können. Da jetzt nichts weiteres mehr zu tun ist, gehen die Frauen und die Männer zum gemütlichen Teil des Abends über. Mit der Zeit kommen auch noch weitere Mitglieder des Vereins hinzu, die den Vogelschießstand aufgebaut haben. Diese Abende mit vorbereitenden Arbeiten im Vorfeld des Schützenfestes sind bei den Vereinsmitgliedern sehr geschätzt. Sie bieten hervorragende Möglichkeiten zur Kommunikation und zum geselligen Miteinander mit Gleichgesinnten und anderen Dorfbewohnern. Es gibt nicht wenige Schützen, die dafür schon in der Woche vor dem Fest Urlaub nehmen. Am Samstagmorgen geht es dann in die Endphase der Vorbereitung. Überall im Dorf sind Bewohner und Schützen unterwegs und bemühen sich im Wesentlichen um den letzten Schliff bei der schmückenden Ausgestaltung des Dorfes. So auch das Team um Erika Kroner, die jetzt die vorgefertigten Kränze und Rosenaufhängen bzw. anbringen. Mit der Vorfreude auf das unmittelbar bevorstehende Fest geht die Arbeit leicht von der Hand.

Das Buch, aus dem dieser Ausschnitt stammt, ist immer noch, im Shop, käuflich zu erwerben.

Erika Kroner, liest das Gedicht von Irmgard Damman vor, welches genau das aussagt was es bedeutet Rosen und Kranz zum Schützenfest zu binden.

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