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DSL in Hullern
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Stadtspiegel am 13.01.2010 |
Der ganze Artikel ist hier zu finden.
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In der teilöffentlichen konstituierenden Sitzung des
Stadtentwicklungsausschusses am 3. Dezember 2009 wurde unter TOP 5 das Problem
des Breitbandanschlusses (DSL) in Hullern behandelt. Von der Deutschen Telekom
AG (DTAG) war Gregor Theißen anwesend, um den Ausschussmitgliedern und dem
Publikum das Engagement der DTAG im Ortsteil Hullern dar-zulegen. Dieser
Sinneswandel der DTAG, nun doch nach 8 Jahren für Hullern tätig zu werden, war
im starken Maße zurückzuführen auf das Angebot der Gelsenwasser AG, das erforderliche
Glasfaserkabel (GFK) durch ihr vorhandenes Leerrohr zu verlegen. Dieses Leerrohr
der Gelsenwasser AG führt vom Halterner Wasserwerk an Hullern vorbei nach
Münster, so dass etwa 6700 m GFK in diesem Leerrohr verlegt werden können. Weitere
1210 m der noch fehlenden Strecke muss zusätzlich noch einschließlich der dazu
erforderlichen Tiefbauarbeiten innerhalb Hullerns verlegt werden. Damit wäre
dann das bisher größte Problem, die Überwindung der Strecke von Haltern
Köppstraße bis Hullern endlich relativ kostengünstig erledigt.
In Hullern selbst müssen 5 sogenannte Outdoorschränke verteilt werden, in denen
wiederum die Umwandlung der Licht- (im GFK) in elektrische Signale vorgenommen
wird. Diese elektrischen Signale werden anschließend über die vorhandenen
kupfernen Telefonkabel zu den einzelnen Hausanschlüssen geführt. Dazu werden 5
der in Hullern vorhandene 7 Telefonverteiler durch die o.g. Outdoorschränke
ersetzt. Zur Anbindung dieser 5 Outdoorschränke an das GFK werden in Hullern die
dazu erforderlichen Erdarbeiten stattfinden.
Das von Haltern Köppstraße bis in diese 5 Hullerner Outdoorschränke
liegende GFK gewährleistet Datenraten im
Gigabit-Bereich. Allerdings wird der z.Zt. maximale Datenstrom durch die in der
Vermittlungsstelle Haltern wie auch in den Outdoorschränken eingesetzte
Elektronik auf 16 Megabit (MBit) begrenzt. Da die Reststrecken von den 5
Outdoorschränken zu den einzelnen Hausanschlüssen über die vorhandenen
Telefonleitungen (Querschnitt 4 mm2) deutlich kürzer als 800 m sein
werden, ist die dabei zu erwartende Signaldämpfung so gering, dass die 16 MBit
auch verlustfrei an jedem Hausanschluss zur Verfügung stehen werden. Damit
ergeben sich für uns Hullerner Daten-Geschwindigkeiten, wovon wir derzeit nur
träumen können. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass
zukünftig allein durch Austausch der Elektronik in der Vermittlungsstelle
Haltern (Köppstraße) und in den 5 Hullerner Outdoorschränken durch
leistungsfähigere Komponenten, die Datenrate bis auf 100 MBit (VDSL) „aufgebohrt“
werden kann. Entsprechende Pilotprojekte werden derzeit bereits in einer Reihe
deutscher Großstädte durchgeführt. Diese Datenraten können von der UnityMedia,
die ein Kupfer-Koaxialkabel als Signalträger verwendet, zweifellos nicht
erreicht werden.
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Brief an den Bürgermeister |
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Initiativkreis
„DSL für Hullern“ Schürstatt
12
c/o
Dr. Siegmar Schmidt 45721
Haltern am See
An
den
Bürgermeister
der Stadt Haltern am See
Herrn
Bodo Klimpel
Dr.-Conrads-Str.
1
45721
Haltern am See
27.10.2009
Sehr geehrter Herr Klimpel,
aufgrund der seit Jahren allgemein
bekannten wenig erfreulichen Situation betreffend die DSL-Versorgung des
Ortsteils Hullern hat sich dort am 23.09.2009 ein neunköpfiger Initiativkreis
„DSL für Hullern“ (IK-DSL) konstituiert. Im Rahmen der während des ersten
Treffens geführten Diskussion wurde sehr schnell deutlich, dass in der
Hullerner Ein-wohnerschaft wenig konkrete Informationen über den tatsächlichen
Sachstand in tech-nischer, organisatorischer wie finanzieller Hinsicht
vorliegen. Auch die in letzter Zeit veröffentlichten Presseberichte haben
leider wenig zur Beseitigung dieses Informations-defizits beigetragen. Belegt
wird diese Feststellung beispielhaft durch die zum Teil ebenso
widersprüchlichen wie abenteuerlichen Aussagen und Feststellungen, die auf der
Hullerner Internet-Seite zum Thema DSL-Versorgung zu lesen sind.
Dadurch bedingt gelingt es immer
wieder wenig seriösen Unternehmensvertretern, mit unzu-reichend informierten
Hullerner Bürgern Verträge über Telefonie und DSL-Anschlüsse abzu-schließen,
die sich kurz darauf als für den Bürger wegen der nicht zu realisierenden
DSL-Komponente nachteilig erweisen.
Andererseits sind die Mitglieder des
IK-DSL überzeugt, dass die zur Beseitigung o.g. Infor-mationsdefizits
erforderlichen Kenntnisse bei der Verwaltung der Stadt Haltern am See vor-liegen.
Daher hat der IK-DSL in den Folgesitzungen den beigefügten Katalog
grundlegender Fragen zusammengestellt. Wir möchten Sie bitten, uns diese zu
beantworten.
Wir werden diesen Brief, den
Fragenkatalog ebenso wie Ihre Antworten zur flächendecken-den Information der
Hullerner Bürger auf der Hullerner Web-Seite veröffentlichen. Zusätzlich werden
wir den Fragenkatalog in Kopie an die Hullerner Ratsmitglieder weiter geben.
Mit
freundlichen Grüßen,
für
den IK-DSL
Sven Ahlemann Wolfgang
Krullmann
Franz-Josef Pötter Dr.
Siegmar Schmidt
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Gründung des Initiativkreises „DSL für Hullern“ (IK-DSL) |
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Viele Jahre haben die Einwohner
Hullerns in ihrem „weißen Fleck der Ahnungslosen“ ein recht unerquickliches
DSL-Martyrium ertragen und tun es noch immer. Dank des Konjunktur-pakets II,
mit dem beträchtliche Mittel für den Ausbau der Infrastrukturen ländlicher
Räume bereit gestellt werden, erscheint derzeit ein leichter Silberstreif am
Breitbandhorizont, der zu verhaltener Hoffnung Anlass gibt.
Vor diesem Hintergrund hat sich am
23.09.2009 der Initiativkreis „DSL für Hullern“ (IK-DSL) gegründet. Vorrangiges
Ziel dieser Gruppe aus DSL-interessierten Hullerner Bürgern ist die Information
aller Hullerner über den augenblicklichen Sachstand zum Breitbandanschluss des
Ortsteils in technischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht. Ziel
dieser ersten Maßnahme des IK-DSL ist es, den Hullernern belastbare
Bewertungskriterien an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie die in letzter
Zeit zunehmend an uns herangetragenen Vertragsangebote verschiedener Unternehmen
über DSL-Anschlussmöglichkeiten objektiv beurteilen können.
Dazu hat die Gruppe einen 22 Fragen
umfassenden Katalog zusammen gestellt und diesen mit Schreiben vom 27.10.2009 dem
Bürgermeister, Herrn Bodo Klimpel, mit der Bitte um Beantwortung zugestellt. Sobald
uns die Antworten vorliegen werden wir sie, ebenso wie die daraus
resultierenden Folgerungen, auf der Hullerner Web-Seite veröffentlichen.
Mit Schreiben vom 20.11.2009 hat der Bürgermeister geantwortet und einen Teil unserer Fragen – leider nicht alle – beantwortet. Die Fragen und die (verdichteten) Antworten finden sich hier.
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